Buch
Graue Literatur
Bedingungen der Frauenerwerbsarbeit im deutsch-deutschen Einigungsprozeß
Verfasst von:
Engelbrech, Gerhard
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Nürnberg:
Druckhaus Bayreuth
,
1992
,
112 S.
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken |
|---|---|
| Signatur: | NB-GR-10 |
| Verfasst von: | Engelbrech, Gerhard; Schenk, Sabine; Wagner, Petra (Hrsg.) |
| Körperschaft: | Institut für Arbeitsmarkt u. Berufsforschung (IAB) |
| Jahr: | 1992 |
| ISSN: | 0173-6574 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Der Band enthält ausgewählte Referate der 1. Fachtagung der Arbeitsgruppe "Arbeitsmarktstrukturen und Frauenerwerbstätigkeit", die innerhalb des Forschungsnetzes Berufsbildung und Erwerbsarbeit von Frauen in Ost und West (FEB) angesiedelt ist. Gegenstand der Fachtagung war die Diskussion der arbeitsmarkt- und bildungpolitischen Implikationen des Vereinigungsprozesses für die Umstrukturierung der Frauenerwerbsarbeit aus östlicher und westlicher Sicht. Die Referate und Diskussionen standen dabei primär im Rahmen des Theorien-, Paradigmen- und Methodenvergleichs der Forschung zur Frauenerwerbstätigkeit auf dem Gebiet der alten BRD und der ehemaligen DDR. Die einzelnen Beiträge behandeln folgende Themen: Frauen und Arbeitsmarktforschung in der ehemaligen DDR; Der Arbeitsmarkt für Frauen in den alten und neuen Bundesländern; Vereinbarkeit von Familie und Beruf; Arbeitszeiten als Determinante weiblicher Erwerbsarbeit; Überlegungen zur Entwicklung geringfügiger Beschäftigung in den neuen Bundesländern; Die Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt der früheren DDR und ihre Folgen für die Lebensverhältnisse von Jugendlichen. Für die BRD ist festzustellen, daß sich trotz eines vergleichbaren Qualifikationsniveaus der Geschlechter und zunehmend kontinuierlicheren Berufsverläufen von Frauen am Fakt der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt nicht viel geändert hat. Auch in der ehemaligen DDR existierte eine - allen sozialistischen Gleichheitsidealen zum Trotz - ausgeprägte horizontale und vertikale berufliche Segregation. Selbst die in quantitativer Hinsicht fast vollständige Integration der Frauen in das Erwerbssystem erweist sich nun - wie die gegenwärtig zu konstatierende Arbeitsmarktentwicklung in den neuen Bundesländern mehr als deutlich zeigt - als flüchtig und instabil. Zu beachten ist jedoch: Trotz gleicher Sprache haben beide Teilgebiete keine gemeinsame (neuere) Geschichte, unterschiedliche Formen des Patriarchalismus und eine verschiedene "Moderne". Tragfähige Forschungsansätze erfordern somit differenzierte methodische und theoretische Vorgehensweisen in den alten und neuen Bundesländern und insbesondere keine nahtlose Adaption an (ehemals) bundesrepublikanische Normen. | |
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