Buch Monografie

Feministin sagt man nicht

Verfasst von: Herbst, Hanna info
Wien: Brandstätter , [2018] , 133 S.
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Einrichtung: k10plus
Verfasst von: Herbst, Hanna info
Ausgabe: 1. Auflage
Jahr: [2018]
ISBN: 3710601940
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Chanel schickt Models mit feministischen Sprüchen über den Laufsteg, Popstars besingen das F-Wort, #metoo brach das Schweigen über sexuelle Gewalt in der Kunst-, Kultur- und Medienbranche auf. Was heißt es derzeit, eine junge Frau zu sein? Wie wird man Feministin? Welche Vorbilder prägen? Welchen Sex hat man? Temporeich, mutig und zugänglich erzählt Hanna Herbst, was ihr Leben geprägt hat. Dabei genügt es ihr nicht, ihre Erfahrungen mit Sexismus zu teilen: Vielschichtig zeigt sie, dass ein Frauenleben auch heute noch nur in einem Kontext aus Macht- und Gewaltfragen zu verstehen ist. Sie zeichnet die Verbindungslinien zwischen alltäglichem Erleben von Belästigung, globalen Machtverhältnissen und strukturellen Ungleichheiten nach und macht sie so sicht- und nachvollziehbar. Dann ist es möglich, sich eine Welt vorzustellen, in der zuallererst nicht das Geschlecht, sondern der Mensch zählt. „Inhaltlich fehlt es dem Buch an Verdichtung. Ihre Erzählungen mäandern immer wieder vor sich hin, beispielsweise im Kapitel über das Patriarchat kommt sie von Hölzken auf Stöcksken, es fehlt an daraus abgeleiteten Erkenntnissen. Auffällig ist auch, dass sie den Aspekt der Sprache komplett außen vor lässt. Ein Thema, das elementar ist, wenn man sich mit der Frage von Geschlecht als sozialem Konstrukt auseinander setzt. Doch so weit dringt Herbst eben nicht in die Tiefe. Und sie setzt es auch nicht um – etwa durch die Verwendung von Gendersternchen, Binnen-I, etc. – was etwas verwundert, da sie sich doch gegen binäre Ordnungen ausspricht. „Feministin sagt man nicht“ ist ein Buch für Feminismus-Einsteiger*innen, die zum Beispiel durch soziale Medien oder Popkultur auf das Thema aufmerksam geworden sind und sich ran tasten wollen. Für sie bietet Herbst eine gute Einführung ins Thema. Aber Vorsicht: Keine sachte. Herbst nennt die Probleme beim Namen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Zwischenzeitliche Verstörung durchaus möglich. Und gewollt. Ihr Fazit am Ende – wenig überraschend: Feministin sagt man doch. Vorausgesetzt man will eine gerechtere Gesellschaft“ (deutschlandfunk.de)
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