Periodika
Zeitschriftenheft
Wahlboykott? : Haben Frauen noch die Wahl? ; Eine Streitschrift zu den Wahlen '80
Herausgegeben von:
Schwarzer, Alice
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Köln:
Emma-Frauen-Verl.
,
1980
,
70 S. S.
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Hier verfügbare Digitalisate
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenMediaTurm | Köln |
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| Signatur: | ST.03.028-1980 |
| Link: | Volltext |
| Herausgegeben von: | Schwarzer, Alice; Strobl, Ingrid |
| Jahr: | 1980 |
| Beschreibung: | Ill. |
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| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| explizit auf die im Oktober des gleichen Jahres bevorstehenden Bundestagswahlen. Kernthese: alle existierenden Parteien sind männerbeherrscht und vertreten Männerinteressen, Frauen sind bestenfalls geduldet. Auch die SPD - für viele emanzipationsbewegte Frauen bisher Alternative und seit 1972 dank der weiblichen Wähler an der Macht - "hat die Frauen verraten" und ist noch nicht einmal mehr das vielbeschworene "kleinere Übel". Was also können Frauen tun? Eine Frauenpartei gründen? Nein, denn "Frausein allein ist noch kein Programm". Die Grünen wählen? Nein, sie argumentieren "biologistisch". Offensiv die Wahlen boykottieren? Vielleicht. Doch, sagen die EMMA-Frauen gleichzeitig, sie wollen keine Rezepte geben, sondern informieren und zum politischen Handeln ermutigen. Frauen müssen auch bei Wahlen zum Machtfaktor werden, müssen sich bewußt und fordernd verhalten. Neben den feministischen Analysen des grundsätzlichen Verhältnisses von Frauen zur Politik und der aktuellen Parteien-Politik ist eine von EMMA in Auftrag gegebene Infratest-Umfrage des Wählerinnenverhaltens 1980 Kernstück des Sonderbandes. Hinzu kommen u.a.: eine allererste Kritik der (in diesem Band mit einer SPD- Wahlanzeige lancierten) Frauenfriedenspolitik, eine frühe Grünen-Kritik, Stellungnahmen von Frauen aus allen Parteien (von Anke Martiny bis Hanna-Renate Laurien) und ein historischer Rückblick auf die Einmischung von Feministinnen in Wahlpolitik. \[W9]\Im Wahljahr 1980 formulierte der EMMA-Band - als einziger links von der SPD - Kritik an dieser Partei. Es wurde öffentlich die Frage gestellt, ob das Argument vom "kleineren Übel" als Einziges noch ausreicht und man die SPD um jeden Preis wählen müsse. Der Band ist auch der einzige so umfassende feministische Beitrag in der BRD zum Wahlverhalten von Frauen und erregte mit seinen kritischen Positionen im Wahljahr viel Aufsehen. Die SPD reagierte mit Angriffen auf die EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer, die sich steigerten bis zu einem wenige Tage vor den Wahlen im SPD-Pressedienst ppp erschienenen Pamphlet, in dem es hieß, Schwarzer betreibe einen "Kommerziellen Feminismus" und die Selbstbezichtigungsaktion der Frauen 1971 gegen den Paragraph 218 sei ein "Rührstück" und "Werbegag" gewesen. Nach den Wahlen wurde die offiziell für diesen Text verantwortlich zeichnende SPD-Frauenreferentin Anni Jansen deswegen ihres Postens enthoben. 575751-4 | |
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Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei
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