Artikel
Frauen- und Geschlechterforschung in der Universitätsentwicklung zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Verfasst von:
Kahlert, Heike
in:
2026
,
Band:
35
Hier verfügbare Digitalisate
Weitere Informationen
| Einrichtung: | gesis |
|---|---|
| Link: | Volltext |
| Verfasst von: | Kahlert, Heike |
| In: | |
| Jahr: | 2026 |
| Band: | 35 |
| ISSN: | 2196-1646 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Der Artikel analysiert anhand von Fallstudien zu fünf deutschen Universitäten, wie Frauen- und Geschlechterforschung in Hochschulentwicklungsprozesse unter Bedingungen von New Public Management und neuer Governance eingebunden ist. Im Fokus stehen Spannungen zwischen programmatischem Anspruch (talk) und organisationaler Praxis (action) sowie zwischen Gleichstellungspolitik und Frauen- und Geschlechterforschung. Die Ergebnisse zeigen: Frauen- und Geschlechterforschung wird in strategischen Dokumenten primär als gleichstellungspolitisches Instrument gerahmt und ihre epistemische Relevanz dethematisiert. Ihre faktische Bedeutung für die Universitätsentwicklung hängt stark von ihrer strategischen Nutzbarkeit für Drittmittelakquise und Profilbildung ab. Die Studie liefert differenzierte empirische Einblicke in strukturelle Barrieren und Gelingensbedingungen für ihre institutionelle Verankerung. Theoretisch wird der neo-institutionalistische Ansatz mit feministischen institutionalistischen Perspektiven und Mintzbergs Organisationstheorie erweitert, um die geschlechter- und machtbezogene Strukturierung von Organisationen sichtbar zu machen. Der Artikel legt dar, dass eine nachhaltige Verankerung von Frauen- und Geschlechterforschung nur gelingen kann, wenn wissenschaftspolitische Steuerung ihre epistemische Autonomie sichert und fördert - und plädiert für eine Politik, die sie nicht allein als Gleichstellungsmaßnahme, sondern als eigenständige Wissenschaftsrichtung ernst nimmt. | |
| Anmerkung: | |
| begutachtet (peer reviewed) peer reviewed | |
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