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Einrichtung: gesis
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Verfasst von: Gasser, Nathalie
In:
Jahr: 2026
Band: 18
ISSN: 2196-4467
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Der Beitrag analysiert ein Fallbeispiel aus einer ethnografischen Untersuchung zu Bildungswegen junger, religiös orientierter Musliminnen in der Deutschschweiz, um exemplarisch die theoretische Verknüpfung von Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien aufzuzeigen. Diese Perspektive erlaubt es, strukturelle Begrenzungen von Bildungswegen ebenso wie subjektive Aneignungsprozesse sichtbar zu machen und reduktionistische Lesarten, die Akteur*innen auf Viktimisierung festschreiben, zu vermeiden. Aus intersektionaler Sicht wird analysiert, wie Differenzverhältnisse - insbesondere Religion, Gender, soziale Klasse und Migrantisierung - Bildungsbiografien prägen. Zugleich verdeutlicht eine Agency-orientierte Lesart, dass Handlungsmacht nicht zwingend als Widerstand, sondern als situatives Navigieren in vorstrukturierten Möglichkeitsräumen verstanden werden kann, das durch kleine Verschiebungen neue Bildungspfade eröffnen kann. Das Fallbeispiel dient damit als theoriegeleitete Fallanalyse, welche die analytische Produktivität dieser Verschränkung verdeutlichen soll.
Anmerkung:
begutachtet (peer reviewed)
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gesis