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Ferdinand Tönnies und Gustav Schmoller : Zur Karriere der Soziologie in Deutschland
Verfasst von:
Herold, Jens
in:
2026
,
Band:
4
Hier verfügbare Digitalisate
Weitere Informationen
| Einrichtung: | gesis |
|---|---|
| Link: | Volltext |
| Verfasst von: | Herold, Jens |
| In: | |
| Jahr: | 2026 |
| Band: | 4 |
| ISSN: | 2939-9424 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Der Eutiner Soziologe Ferdinand Tönnies (1855-1936) und der Berliner Nationalökonom Gustav Schmoller (1838-1917) repräsentieren zwei Pole der deutschen Sozialwissenschaft im Kaiserreich. Der eine kreierte eine hochgradig selbstreferentielle Theorie, die er später als "reine Soziologie" identifizierte, blieb aber fast dauerhaft am Rand des Universitätssystems. Der andere prägte die universitäre Lehre und Forschung als erfolgreicher Hochschulpolitiker und Kopf der "historischen Schule der Nationalökonomie", trat jedoch nie mit einem großangelegten Theorieangebot hervor, sondern achtete als Empiriker auf Operationalisierbarkeit seiner Begriffe und blieb eher skeptisch gegenüber abstrakten Theorieangeboten wie denen von Tönnies. Trotzdem lassen sich beide nicht als reine Antipoden identifizieren. Die Schnittstellen zwischen Schmollers und Tönnies' Wissenschaftsauffassung sowie Schmollers Beiträge zur finanziellen Förderung des erfolglosen Privatdozenten und Privatgelehrten werden im Folgenden untersucht. Beobachten lassen sich Ansätze einer modernen, arbeitsteiligen Wissenschaftsförderung. Dieser wird im Ausblick eine andere Art der Sozialisierung junger Forscher und Forscherinnen gegenübergestellt, die herkömmlich in intellektuellen "Schulen" verortet wird. Auch hier bildet Tönnies, der immer auf der Suche nach einer eigenen Schule war, in der er Jünger um sich versammeln konnte, für uns den Kontrast zum professionellen Wissenschaftsorganisator Schmoller. | |
| Anmerkung: | |
| begutachtet reviewed | |
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