Buch Graue Literatur

Neue Chancen - alte Zwänge? : Zwischen Heteronormativität und posttraditionaler Vergesellschaftung. Zur sozialen und psychischen Situation lesbischer Mädchen und schwuler Jungen in Nordrhein-Westfalen. Expertise zum 7. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung NRW

Verfasst von: Hark, Sabine info
Düsseldorf: Selbstverlag , 2000 , 63 S.

Weitere Informationen

Einrichtung: FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken
Signatur: MÄ-GR-43
Verfasst von: Hark, Sabine info
Körperschaft: Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW
Jahr: 2000
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
Auf der Basis einer Befragung von Projekten und Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu ihren Angeboten in der lesbisch-schwulen Jugendarbeit reflektiert die Autorin die gegenwäritge Praxis un macht Vorschläge zur Verbesserung der Angebotsstruktur. Anhand der Expertise werden große Defizite im sexualpädagogischen Bereich sichtbar. So sind Angebote in der Regel abhängig von individuellen Schwerpunktsetzungen einzelner MitarbeiterInnen, sie werden selten systematisch geplant und zeigen oft die relative Unkenntnis der Lebenslagen junger Lesben und Schwuler. Bei den MitarbeiterInnen gibt es kaum ein Bewusstsein dafür, dass in ihrer Einrichtung auch lesbische Mädchen, bzw. schwule Jungen präsent sind. Deshalb bedarf es der Reflexion, inwieweit eine Gleichbewertung von homo- und heterosexuellen Lebensweisen überhaupt vermittelt wird und werden kann, ob es möglich ist, Homosexualität nicht als Sonderthema, als Abweichung zu thematisieren und so einen Raum zu schaffen, in dem die Mädchen und Jungen sich wohlfühlen können. Gibt es ausdrückliche Angebote, so sind hier die Kernthemen Homophobie und Zwangsheterosexualität und die Angst der Jugendlichen vor gesellschaftlichem Ausschluss. So entsteht kaum Raum für die Entwicklung positiver Lebensentwürfe für ein lesbisch / schwules Leben. Zur Verbesserung der gegenwärtigen Lage bedarf es mehr lesbisch-schwuler Einrichtungen, die vor allem niedrigschwellig, integrativ arbeiten sollten, d. h. die eine lesbisch-schwule Zielgruppenorientierung haben in Verbindung mit Angeboten für heterosexuelle Jugendliche / peers. Nötig sind außerdem Supevisionsangebote für Mitarbeiterinnen und die Integration der Thematik gleich- und verschiedengeschlechtlichen Lebensweisen in die LehrerInnenausbildung wie in die Lehrpläne der Schulen.
Anmerkung:
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