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Inzest als "öffentliches Ärgernis" : Gesetzeslage und Moralvorstellungen im vereinten Italien
Verfasst von:
Guarnieri, Patrizia
68-94 S.
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| Geografika: | |
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken |
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| Verfasst von: | Guarnieri, Patrizia |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
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| In ihrem Beitrag über Missbrauch und Inzest in Italien während des 19. und 20. Jahrhunderts untersucht Patrizia Guarnieri unter anderem anhand von Gerichtsfällen, was geschieht oder besser: was nicht geschieht, seitdem neben der Kirche auch der Staat dazu aufgerufen ist, Inzest zu verfolgen, und seitdem in der Familie sexuell belästigte oder vergewaltigte Menschen außer der Möglichkeit, ihre Not im Geheimen des Beichtstuhls auszusprechen, auch per Gesetz das Recht erhalten, das Gescheheneöffentlich zu machen, vor Gericht die Mitglieder ihrer Familie anzuklagen und Strafe einzufordern. Guarnieris Interesse gilt der um der Opfer willen erfolgten rechtlichen Kodifizierung und Verfolgung von Inzest als Delikt und der Mauer des Schweigens, die aufgerichtet wurde, um zum Schutze der Gesellschaft und der Institution Familie eine drohende Strafverfolgung und damit einen öffentlichen Skandal abzuwehren. | |
| Anmerkung: | |
| Lit.angaben in Anm. | |
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