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Der „deviante“ Körper: die Verhandlung des weiblichen Körpers in alltäglichen Kleidungspraktiken medialer Selbstinszenierung

Verfasst von: Hahmann, Julia
in:
2018 , Heft: 3 , Band: 10 , 24–38 S.

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Einrichtung: GenderOpen | Digital
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Verfasst von: Hahmann, Julia
In:
Jahr: 2018
Heft: 3
Band: 10
ISSN: issn:1868-7245
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Kleidung kann als Material zur Identitätskonstruktion verstanden werden, das anhand der Kenntnis impliziter wie expliziter Regeln situationsadäquat zur Inszenierung des erfolgreichen Subjekts eingesetzt wird. Dem devianten Körper wird der Zugang zu trendbewusster Kleidung limitiert und somit auch die Identitätskonstruktion als „fashionable persona“ erschwert. Anhand einer inhaltsanalytischen Untersuchung von Blog-Postings des Curvy Sewing Collective (CSC) und Selbstpräsentationen der sich als kurvig oder fett bezeichnenden Autorinnen können die Auseinandersetzung mit Kleidung als Material und der Praxis des Ankleidens als an einer sozialen Umwelt ausgerichteten Form der Optimierung des eigenen Körpers nachgezeichnet werden. Im Zusammenhang mit der Gemeinschaft des CSC entwickeln die untersuchten Subjekte Technologien des Selbst, die es erlauben, sich trotz wahrgenommener Devianz sozial akzeptabel zu kleiden und eine erfolgreiche Identitätskonstruktion als attraktive, modebewusste Frau zu unterstützen. Obgleich die dargestellten Attraktivitätsnormen Vorstellungen von normativer Weiblichkeit reproduzieren, ermöglicht das Kollektiv so individuelles Empowerment für die Teilnehmerinnen.
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Eine Kooperation des Margherita-von-Brentano-Zentrum an der Freien Universität Berlin, dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität und zu Berlin und dem Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschungan der Technischen Universität Berlin