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Technologische Lösungen gegen Mangelernährung? Für eine Re-Politisierung von Hunger, Nahrungssouveränität und Geschlechterverhältnissen

Verfasst von: Löw, Christine
in:
2023 , Heft: 2 , Band: 15 , 101–116 S.

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Einrichtung: GenderOpen | Digital
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Verfasst von: Löw, Christine
In:
Jahr: 2023
Heft: 2
Band: 15
ISSN: issn:1868-7245
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Angesichts zunehmend entpolitisierter Debatten um Hunger analysiert dieser Beitrag die Ernährungs- und Gesundheitssituation mehrfach benachteiligter Frauen* im globalen Süden. Aus einer biopolitischen Perspektive werden die materiellen Lebensbedingungen ländlicher Frauen* nach der Agrarliberalisierung untersucht und es wird beleuchtet, wie Nutrionismus auf Subjektivitäten und Körper(lichkeiten) von gebärfähigen, schwangeren und stillenden Frauen* in postkolonialen Ländern zugreift. Mit einer kritischen Haltung gegenüber technologischen Lösungen für Mangelernährung zeigt die empirische Studie der Bewegung Food Sovereignty Alliance India (FSA), dass die beteiligten Frauen*, Dalit- und Adivasigruppen über lokale nahrhafte Ernährungsgrundlagen verfügen und sozial gerechte Zugänge zu Gemeinschaftsressourcen sowie die Einbeziehung des Ernährungswissens von ländlichen Frauen* für Gesundheit und nachhaltige Landwirtschaft fordern. Abschließend wird diskutiert, wie feministisch-entwicklungspolitische Kritiken an Machtverhältnissen in Haushalt und Familie die Forschungen und politischen Ziele von FSA erweitern und zu einer umfassenden Demokratisierung von Nahrungspolitiken beitragen können.
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Eine Kooperation des Margherita-von-Brentano-Zentrum an der Freien Universität Berlin, dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität und zu Berlin und dem Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschungan der Technischen Universität Berlin