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Intersektionalität als Paradigma einer neuen mediävistischen Didaktik : Eine Problematisierung

in:
Kiel: Universitätsverlag Kiel | Kiel University Publishing , 2025 , Band: 6 , 83-98 S.

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Einrichtung: GenderOpen | Digital
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Verfasst von: ; Happes, Julian
Herausgegeben von: Rein, Franziska; Lienau, Anna; Wilkening, Jan-Christian
In:
Schriftenreihe: Think! Historically
Jahr: 2025
Band: 6
ISBN: 3910591507
ISSN: 2703-0784
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Die mediävistische Geschichtsdidaktik steht vor der Herausforderung, historische Alteritäten und Kontinuitäten angemessen zu vermitteln, ohne dabei in essentialistische oder teleologische Narrative zu verfallen. Insbesondere die Intersektionalitätsforschung bietet hier ein vielversprechendes heuristisches Instrumentarium, um komplexe Differenzverhältnisse zwischen Mittelalter und Gegenwart kritisch zu reflektieren. Dieser Beitrag diskutiert das Potenzial des Intersektionalitätskonzepts für die mediävistische Forschung und die geschichtsdidaktische Praxis und fragt, inwiefern sich Differenzkategorien wie Race, Class und Gender produktiv auf mittelalterliche Gesellschaften anwenden lassen, ohne anachronistische Verzerrungen zu erzeugen. Dabei wird argumentiert, dass eine intersektionale Perspektive nicht nur zur Dekonstruktion monolithischer Mittelalterbilder beitragen kann, sondern auch Schüler:innen eine kritische Reflexion über gegenwärtige soziale Machtstrukturen ermöglicht. Schließlich wird die Notwendigkeit einer didaktischen Entgrenzung betont, die historische Differenz als dynamisches, diskursiv konstruiertes Phänomen sichtbar macht. Die Reflexion über die epistemischen Grenzen der eigenen Forschung und Lehre wird hierbei als integraler Bestandteil einer verantwortungsvollen machtkritischen Geschichtsdidaktik begriffen, die sich ihrer eigenen disziplinären Verantwortung bewusst ist.
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Standort

GenderOpen Repositorium

Ein Repositorium für die Geschlechterforschung.
Eine Kooperation des Margherita-von-Brentano-Zentrum an der Freien Universität Berlin, dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität und zu Berlin und dem Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschungan der Technischen Universität Berlin

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