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Schmerz, Männlichkeit und Religion: Selbstbestrafungen im Fokus der Tiroler Psychiatrie im Vormärz

Verfasst von: Heidegger, Maria
39-55 S.

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Einrichtung: FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken
Verfasst von: Heidegger, Maria
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
Anhand von Fallakten wird in Maria Heideggers Beitrag der Umgang mit der sich etablierenden Anstaltspsychiatrie mit als sündhaft verstandenen körperbezogenen Bußpraktiken und religiös motivierten Selbstverstümmelungen untersucht. Anhand der Diagnosen und Behandlungen zweier junger Männer, die sich im religiösen 'Wahn' selbst kastriert hatten und deswegen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die "k. k. Provinzial-Irrenanstalt Hall in Tirol" eingewiesen wurden, zeigt Heidegger, dass Schmerz zeitgleich als etwas zu Therapierendes aufgefasst werden konnte als auch als etwas, das Beschwerden lindern kann. Vielfältige und durchaus ambivalente Vorstellungen von Männlichkeit bildeten dabei die Hintergrundfolie für unterschiedliche Deutungen. Heideggers Analyse des Spannungsfelds von Religion und Psychiatrie illustriert zudem (Un-)Gleichzeitigkeiten in der Schmerzgeschichte, in denen ältere Formen von Frömmigkeit, die im Untersuchungszeitraum ein Revival erlebten, auf die sich entfaltende moderne Medizin und Psychiatrie trafen.
Anmerkung:
Lit.angaben in Anm.
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