Berlin:
Klaus Wagenbach
,
2023
,
269 S.
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Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken |
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| Signatur: | ET-221 |
| Verfasst von: | Zimmermann, Anja |
| Jahr: | 2023 |
| ISBN: | 3803137322 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
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Die weibliche Brust war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder und bis heute ein Politikum. Anja Zimmermann setzt sich in ihrem Buch mit Bildern, Forderungen und Verboten auseinander. Sie geht auf viele Aspekte ein, immer mit politischer Fragestellung. Es geht um Kunst und Pornografie, um Moden und Geschlechternormen, um Mutterideal und Heteronormativität, um Body Positivity und Selbstbestimmung, Sexismus und Protest. Die Autorin gibt viele Beispiele: Sie verweist auf Proteste aus der westdeutschen 1968er-Revolte, wozu eine seinerzeit als "Busenattentat" beschriebene Aktion von Studentinnen gehörte, die im April 1969 Theodor W. Adorno in einem Hörsaal in Frankfurt nackt umringten. Zimmermann beschäftigt sich mit der Legende von aus Protest gegen den Rassismus und die Frauenfeindlichkeit von Miss-Wahlen verbrannten BHs (die aber lediglich in den Müll geworfen wurden) und führt dabei bis zur Comicfigur Marge Simpson, die 1988 mit so einer Szene auf ihre feministische Vergangenheit hinweisen wollte. Ein Unterkapitel beschäftigt sich mit der international agierenden Gruppe Femen, deren Aktivistinnen sich in Kirchen und auf Plätzen mit freiem, oft beschriftetem Oberkörper zeigen. "Unsere Brüste sind unsere Waffen, weil die etablierte Macht sie als solche sieht", heißt es in einer Erklärung der Aktivistinnen, die zum Beispiel 2014 gegen die Annexion der Krim durch Russland protestierten. So gehen Feminismus und der Kampf um allgemeine Menschenrechte zusammen. |
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| Anmerkung: | |
| 17 S. Lit.verz., Abb., 3 S. Index | |
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