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Einrichtung: FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken
Signatur: FB-73
Verfasst von: Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V.; Gumbel, Gabi; Pieri, Gabriele; Schneider, Corinna; Schraut, Sylvia (Hrsg.)
Jahr: 2023
ISBN: 3897414740
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
Bereits die Frauenrechtlerinnen im 19. Jahrhundert kämpften um die die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Bildung, Beruf und Politik sowie in zivielgesellschaftlichen und internationalen Organisationen. In diesem Sammelband werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Frauen im 19. und 20. Jahrhundert ausgelotet auf der Suche nach den Handlungsspielräumen und -orten, um ihre Rechte zu erkämpfen.
Den historischen Überblick zum Bildung als Partizipationschance leitet der Beitrag von Sybille Oßwald-Bargende ein. Er thematisiert Marianne Webers (1870-1954) Bemühungen um Teilhabe in Gesellschaft und Politik. Marianne Weber war zeitweise Vorsitzende des Bundes Deutscher Frauenvereine. Auf der lokalen Ebene zählte sie zu den bestens vernetzten Repräsentantinnen des Vereins Frauenbildungs-Frauenstudium, der in vielen südwestdeutschen Städten mit einem breiten Vortragsangebot für eine bessere Frauenbildung und das Frauenstudium warb.
Marion Keller widmet sich in ihrem Beitrag den Partizipationsmöglichkeiten von "Roten Studentinnen" vorrangig an der Universität Frankfurt in den frühen 1930er-Jahren.
Sabine Liebig untersucht in ihrem Aufsatz die Partizipationsstrategien einer Berufsgruppe, die wie keine andere für das Ringen im 19. Jahrhundert um Mädchenbildung und Gleichberechtigung im Berufsleben steht: die Lehrerinnen. Der organisierte Kampf für Partizipation der lererinnen beginnt mit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins 1890. Am Beispiel zweier Protagonistinnen der Bewegung, Febronie Rommel (1953-1927) und Martha Moritz (1849-1921) leuchtet Liebig die zeitgenössisch möglichen Partizipationswege der Lehrerinnen aus: Petitionen, Proteste und Publikationen sowie die Gründung von selbstständigen Frauenvereinen, die nicht in erster Linie soziale Zwecke verfolgten.
Walburga Hoff thematisiert in ihrem Beitrag die soziale Arbeit als weiteres großes Betätigungsfeld der bürgerlichen Frauenbewegung. Sie überprüft, inwieweit insbesondere frauenbewegte Wissenschaftlerinnen wie Marie Baum (1864-1974) mit ihren Forschungen die Professionalisierung der Sozialarbeit im frühen 20. Jahrhundert vorantrieben.
Mette Bartels untersucht die Strategien der Frauenbewegung ab dem späten 19. Jahrhundert, den Beruf der Gärtnerin für Frauen zu öffnen.
Auch im Beitrag von Anna Horstmann geht es um die Erfindung eines bürgerlichen Frauenberufs für Mädchen und Frauen höherer Stände, hier am Beispiel der nicht akademischen Chemikerin.
Alicia Gorny widerlegt am Beispiel weiblicher Teilhabe in der Gewerkschaft Textil-Bekleidung (1949 gegründet, 1997 in die IG Metall integriert) das Vorurteil, dass Frauen in Gegenwart und Vergangenheit nur schwer gewerkschaftlich zu organisieren waren und seien.
Einen dritten Schwerpunkt der Tagung bildeten Vorträge im Bereich Partizipation in nationalen, trans- und internationalen Organisationen. Mirjam Höfner setzt in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen eine Frauenrechtlerin der sogenannten dritten Generation, die heute wenig bekannt ist, aber zu den Schlüsselfiguren der Frauenbewegung in der Weimarer Republik gehört: Dorothee von Velsen (1883-1970).
Laura Pachtner widmet sich in ihrem Beitrag einer Grenzgängerin, der Historikerin Lady Charlotte Blennerhassett (1843-1917).
Auf internationale Zusammenarbeit setzten die Protagonistinnen, die Ruth Nattermann untersucht, ganz bewusst: die englische Femiistin, Ärztin und Quäkerin Hilda Clark (1881-1955) und die italienische Feministin, Modeschöpferin und Sozialistin Rosa Genoni (1867-1954).
Daniela Neri-Ultsch beschreibt in ihrem Beitrag den mühsamen Aufstieg der bayerischen landespolitikerinnen in politische Spitzenpositionen (1946-2016).
Susanne Maurer vergleicht die Partizipationsstrategien der Frauenrechtlerinnen des späten 19. Jahrhunderts mit denjenigen der Neuen Frauenbewegung seit den 1970er- Jahren, eine Bewegung, die sich lange Zeit als traditionslos begriff.
Anmerkung:
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