Archivgut
Nachlass
Nachlass Jaeckel, Monika
in:
Nachlass Jaeckel, Monika
Tübingen; Frankfurt (Main); München; Amsterdam; Tokyo:
1949 - 2009
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FFBIZ-Archiv | Berlin |
|---|---|
| In: | Nachlass Jaeckel, Monika |
| Bestell-Signatur: | B Rep. 500 Acc. 950 Monika Jaeckel - 0 |
| Jahr: | 1949 - 2009 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
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Der Nachlass von Monika Jaeckel kam im Januar 2020 über ihre Witwe Marieke van Geldermalsen ins FFBIZ - das feministische Archiv und das Spinnboden Lesbenarchiv. Bereits 2009 war Jaeckel an einer Krebserkrankung verstorben. In einer gemeinsamen Aktion überführten FFBIZ und Spinnboden den Nachlass aus den Niederlanden nach Berlin. Dabei übernahm der Spinnboden einen Teil des Nachlasses mit Inhalten insbesondere zu Hochzeit und Privatleben von Jaeckel. Den Rest des Nachlasses mit einem Schwerpunkt auf ihrer beruflichen Laufbahn übernahm das FFBIZ. Die Teilung des Nachlasses ist an einigen Punkten nicht trennscharf, daher sollte eine Recherche zu Monika Jaeckel als Person in jedem Fall beide Teilnachlässe berücksichtigen. Lebenslauf und Arbeitsfelder Jaeckel wurde am 31. Mai 1949 in Japan geboren und wuchs dort mit vier weiteren Geschwistern auf. Mit elf verließ sie Japan und kehrte mit ihrer Familie nach Deutschland, zurück. Bereits während des Gymnasiums war sie Teil von Studierendenkreisen. Monika Jaeckel studierte zunächst in Tübingen, dann in Frankfurt am Main, wo sie in den 1970er Jahren Teil der Studentenbewegung und des Häuserkampfes wurde. Später schloss sie sich der autonomen Frauen- und Lesbenwegung an. Aus dieser Zeit sind nur vereinzelte Materialien wie Flugblätter und Zeitschriften im Nachlass enthalten. Bekannt wurde Monika Jaeckel unter anderem als Sängerin der Flying Lesbians. Auch hierzu sind nur vereinzelt Materialien überliefert. Nach dem Studium zog Monika Jaeckel nach München und arbeite dort im Deutschen Jugendinstitut (DJI) im Bereich Familienpolitik insbesondere zum Thema Mütter und Mütterzentren. Der Nachlass von Monika Jaeckel beleuchtet daher einen bisher wenig beachteten Teil feministischer Bewegungen: Die Mütterzentrumsbewegung. Die Mütterzentrumsbewegung wollte mit dem Aufbau von Mütterzentren im ganzen Land praktisch gegen die Isolation von Müttern in der Gesellschaft vorgehen und Mutterschaft und das damit einhergehende Wissen aufwerten. Weil Monika Jaeckel selbst als Forscherin an der Entwicklung des Mütterzentrums-Konzepts beteiligt war, dokumentiert der Nachlass sowohl den Beginn der Bewegung als auch eine spätere internationale Vernetzung von Mütterzentren untereinander (siehe MINE - Mother Centers' International Network) und mit anderen frauenbewegten `Grassroots'-Organisationen (siehe Grassroots Women's International Network GWIA). Außerdem umfasst er auch eine Dokumentation von Monika Jaeckels Krebserkrankung und die persönliche Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit. Erschließung Eine besondere Schwierigkeit in der Erschließung war die schwache Struktur des Nachlasses. Der Bestand musste teilweise nachträglich behutsam strukturiert werden. Dennoch lassen sich insbesondere die verschiedenen Teile ihrer beruflichen Laufbahn, die Arbeit zu Mütterzentren, bei MINE und im Rahmen der GWIA an vielen Punkten nicht voneinander trennen. Es empfiehlt sich hier bei der Recherche unbedingt auch nach den entsprechenden Schlagworten zu suchen, weil sich beispielsweise auch Materialien zu "MINE" im Unterpunkt "GWIA" und umgekehrt finden. Allgemeine Materialien zum Thema Mütterzentren lassen sich nicht mehr von ihrer beruflichen Arbeit zu diesem Thema beim Deutschen Jugendinstitut trennen, weshalb diese Trennung auch im Nachlass unscharf bleibt. Die große Zahl an Fachartikeln- und -publikationen zum Thema Mütterzentren im Nachlass konnte nicht einzeln erschlossen werden, diese sind jeweils in einem Datensatz pro Archivkarton gelistet. Im Rahmen des "Erschließungsprojekt - Nachlass Monika Jaeckel" (DDF Projekt 2023) wurden neben der archivischen Erschließung des Nachlasses auch alle analogen Audios und Videos aus dem Nachlass digitalisiert. Der Teilnachlass Monika Jaeckel im Spinnboden Lesbenarchiv enthält darüber hinaus: 4 Kisten Notizen, Notizbücher und Tagebücher 2 Kisten Fotos 2 Kisten mit Audio- bzw. Videokassetten 2 Kisten mit Musiknoten und Liedtexten 1 Kiste mit Büchern 1 Kiste mit Horoskopen und spirituellen Notizen 1 Kiste Zeitschriften und Texte 1 Zeichnung |
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