Watertown, MA:
Persephone Press
,
1982
,
XXXIX, 286 S. S.
| Weitere Suche mit: | |
|---|---|
| Geografika: | |
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenMediaTurm | Köln |
|---|---|
| Signatur: | LE.11.185 |
| Herausgegeben von: | Beck, Evelyn Torton |
| Ausgabe: | 1. ed. |
| Jahr: | 1982 |
| ISBN: | 0930436121 |
| Sprache: | Englisch |
| Beschreibung: | |
| Eine Sammlung von Erfahrungsberichten lesbischer Jüdinnen aus Amerika. Dieses Buch hätte in Deutschland nicht geschrieben werden können, und es ist sicher auch kein Zufall, daß es bislang nicht übersetzt worden ist. Die physische und kulturelle Ausrottung von Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus hat sich auch unter bundesrepublikanischen Verhältnissen soweit fortgesetzt, daß noch die jüngeren Generationen betroffen sind. Deutschland ist eben auch heutzutage kein Land, in dem Jüdinnen eine eigene lesbische und feministische Kultur entwickeln könnten. Und die deutsche Frauenbewegung ist kein Ort, wo Lesben und andere Frauen sich als Jüdinnen zusammenfinden. Es muß ganz kraß gesagt werden: Man kann in der bundesdeutschen Frauenbewegung Mutter sein, alleinstehend, kinderlos oder bärtig, asexuell, heterosexuell, behindert und lesbisch, verheiratet, geschlagen, vergewaltigt, Karrierefrau, Hausfrau, Hausbesetzerin und Friedenskämpferin, grün oder Sozialdemokratin, aber Jüdin kann man dort eigentlich nicht sein. Betretenes Schweigen, ratlose Gesichter, Peinlichkeit. "We don't exist", schreibt Evelyn Torton Beck in der Einleitung dieses Buches. Dennoch gibt es in den USA lesbische Jüdinnen, die über sich schreiben, die offensiv und ironisch sagen: "That's funny, you don't look like a jewish lesbian." Diese Frauen, Minderheit in der Frauenbewegung, Minderheit in der Lesbenbewegung und Minderheit in der jüdischen Gemeinschaft, konnten sich soweit zusammenfinden, daß sie selbstbewußt über sich schreiben: Jüdische und lesbische Identität. Was bin ich für mich selbst?, Briefe aus Jerusalem, Juden im Patriarchat, Anti-Semitismus in der feministischen Bewegung, schöne jüdische Frauen. "Nice Jewish Girls" ist sicher kein brillantes Buch. Es bringt keine sensationellen Strategien und utopischen Wagnisse, aber viele Berichte sind voller Empfindsamkeit und Witz, Klugheit und Stolz. Es sollte auch hier möglichst bald erscheinen, damit die Diskussion beginnt. aus: EMMA Nr. 11, 1982, von Vera Slupik | |
| Gesamten Bestand von FrauenMediaTurm anzeigen | |
Auch verfügbar in anderen Einrichtungen
Standort
Frauenmediaturm – Feministisches Archiv und Bibliothek
Bayenturm / Rheinauhafen
50678 Köln
Telefon: +49 (0)221 931 88 10
Öffnungszeiten
Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei
Mo-Fr. 10-17 Uhr, nach Voranmeldung. Die Anmeldung kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Die Einrichtung ist nicht barrierefrei