Buch Monografie

Neubegründung der Psychologie von Mann und Weib

Karlsruhe: Braun , 1921 , Band: 1 , 168 S. S.

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Einrichtung: FrauenMediaTurm | Köln
Signatur: FE.06.403-Bd.1
Verfasst von: Vaerting, Mathilde info
Ausgabe: Orig.-Ausg.
Jahr: 1921
Band: 1
Sprache: Nicht einzuordnen
Beschreibung:
Vaerting weist nach, daß es absolute Frauenherrschaft (Matriarchat) in verschiedenen Epochen sowohl bei sogenannten Natur- als auch bei hochentwickelten Kulturvölkern gegeben hat und diese sich in ihren Ausprägungen nicht von Formen männlicher Vorherrschaft unterscheidet: Der Vergleich ergibt eine völlige Übereinstimmung in Gesetzmäßigkeit und Abgrenzung der sexuellen und sozialen Aufgaben, Rechte und Pflichten der Geschlechter gegeneinander, andererseits eine Umkehrung, die in der Vertauschung der Rollen der Geschlechter liegt. So ist das jeweils herrschende Geschlecht (egal ob Mann oder Frau) z.B. zuständig für die Geschäfte außerhalb des Hauses, für Kriegsführung, hat die größeren Körperkräfte, das Besitzrecht, und ist der werbende Teil in der Liebe. Das beherrschte Geschlecht ist der gehorsame Teil in der Ehe, erledigt Arbeiten innerhalb des Hauses, ist für die Kinderversorgung zuständig und weist eine größere, dem geschlechtsbetonten Schönheitsideal entsprechendeÜppigkeit der Körperformen auf. Geschlechtsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind also nicht biologisch, sondern durch die jeweiligen Machtverhältnisse der Geschlechter bedingt. Biologie ist nicht Schicksal, sondern nur Vorwand für Rollenzuweisung an den schwächeren Teil. Das Machtverhältnis der Geschlechter - so die Autorin - ist keine Konstante, sondern unterliegt einer Pendel- oder Wellenbewegung, die sich über gehr große Zeiträume erstreckt und ausgelöst wird durch die "Überspannung von Macht": Die männliche Herrschaft wird durch weibliche gelöst und umgekehrt. Dazwischen gibt es eine Gleichgewichtslage: die Gleichberechtigung der Geschlechter, das "goldene Zeitalter der höchstmöglichen Entfaltung der Persönlichkeit und des höchstmöglichen geschlechtlichen Glücks". \[W9]\In seinem antifeministischen Aufsatz mit dem Titel "Feminismus unter dem Deckmantel der Wissenschaft" (in: "Geschlechtscharakter und Volkskraft - Grundprobleme des Feminismus", herausgegeben 1931 von Dr. E.F.W. Eberhard) weist Ludwig Plate nach, daß alleinige Autorin des vorliegenden Werkes Dr. Mathilde Vaerting ist. "Mathias Vaerting" als männlicher Co-Autor sei lediglich ein Konstrukt, daß wissenschaftliche Anerkennung sichern sollte. Umschlagtitel "Männerstaat und Frauenstaat"\[W9]\siehe auch Signatur: FE.06.401=Nachdr. von 1974/75
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