Buch Monografie

Geschlechterkampf von rechts : wie Männerrechtler und Familienfundamentalisten sich gegen das Feindbild Feminismus radikalisieren

Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik , 2010
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Einrichtung: k10plus
Verfasst von: Gesterkamp, Thomas info
Schriftenreihe: WISO-Diskurs
Jahr: 2010
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Geschlechterpolitik hat mit Interessen und deren politischer Durchsetzung zu tun. Und auch in der Geschlechterpolitik sind diese Interessen nicht homogen. Die Differenzlinie, nach denen sich Interessengruppen bilden, folgt nicht der einfachen, dual bestimmten Geschlechterdefinition: hier die Frauen, da die Männer. Weder sind alle Frauen Feministinnen, noch alle Männer Chauvinisten, weder denken alle Frauen gleich, noch tun dies alle Männer. Der geschlechterpolitische Standpunkt lässt sich nicht einfach am Geschlecht festmachen, vielmehr basiert er auf unterschiedlichen Weltsichten, auf verschiedenen Vorannahmen und heterogenem Denken über die Geschlechter, auf Interessen. In der hier vorliegenden Expertise hat der Journalist und Autor Dr. Thomas Gesterkamp begonnen, Denkformen und Aktivitäten geschlechterpolitischer Akteure zu untersuchen, die neokonservative und antifeministische Argumente kreieren und vertreten. Zunehmend versuchen diese Personen, die Debatte zu bestimmen und sich einzumischen. Diese Akteure, überwiegend männlichen Geschlechts, führen seit einigen Jahren einen Geschlechterkampf und stehen in bedenklicher Nähe, mal mehr, mal weniger, zu rechtsextremem Gedankengut. Dabei erwecken sie den Eindruck, als seien sie die Hüter des Wahren und Guten, das von anders Denkenden gefährdet wird. Es ist an der Zeit, hinzuschauen und eine kritische Analyse dieser Form des Geschlechterkampfes zu beginnen. Dr. Thomas Gesterkamp betritt mit seiner Analyse Neuland, und er kann sich nur auf einige Vorarbeiten beziehen. Über den antifeministischen Geschlechterkampf von Männerrechtlern und FamilienfundamentalistInnen in Deutschland existiert bislang keine einzige umfassende Darstellung, auch eine wissenschaftlich abgesicherte Empirie fehlt. Aus diesem Grund bezieht sich der Autor bei seinen Recherchen neben den gedruckten Quellen in den Massenmedien und den eher flüchtigen, teilweise schnell wieder verschwindenden Spuren im Internet auch auf persönliche Beobachtungen im Kontext von Veranstaltungen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind ein geschlechterpolitischer und damit gesellschaftspolitisch wertvoller Zwischenstand, der zu weiteren Forschungen anregen soll. Sie können aber bereits jetzt schon zur Sensibilisierung dienen, nicht nur von AkteurInnen, die geschlechterpolitisch tätig sind. Die genaue Wahrnehmung und Beobachtung sowie die öffentlichen Auseinandersetzungen mit diesen Positionen vom Standpunkt eines geschlechterdemokratischen Verständnisses wird in Zukunft immer notwendiger. Die vorliegende Expertise soll die Diskussion anregen und sensibilisieren, damit der Geschlechterkampf von rechts durchschaubarer wird und nicht zur Stärkung der neokonservativen und antifeministischen Denkens führt. Gender politics is about interests and their political enforcement. And even in gender politics, these interests are not homogeneous. The dividing line along which interest groups form does not follow a simple, binary definition of gender: women here, men there. Not all women are feminists, nor are all men chauvinists; not all women think the same, nor do all men. The gender-political standpoint cannot simply be determined by gender; rather, it is based on different worldviews, on different preconceptions and heterogeneous thinking about gender, and on interests. In this report, journalist and author Dr. Thomas Gesterkamp has begun to examine the thought patterns and activities of gender-political actors who create and advocate neoconservative and antifeminist arguments. These individuals are increasingly attempting to control and influence the debate. These actors, predominantly male, have been waging a gender war for several years and are dangerously close, to varying degrees, to far-right ideology. In doing so, they give the impression of being the guardians of truth and goodness, which is threatened by those who think differently. It is time to take a closer look and begin a critical analysis of this form of gender struggle. Dr. Thomas Gesterkamp is breaking new ground with his analysis, and he can only draw on some preliminary work. To date, there is no comprehensive account of the antifeminist gender struggle waged by men's rights activists and family fundamentalists in Germany, nor is there any scientifically sound empirical research. For this reason, in addition to printed sources in the mass media and the rather fleeting, sometimes quickly disappearing traces on the internet, the author also draws on personal observations in the context of events. The insights gained in this way represent a valuable interim report on gender politics and thus socio-political issues, intended to stimulate further research. However, they can already serve to raise awareness, not only among those active in gender politics. Accurate observation and public debate on these positions from the perspective of gender democracy will become increasingly necessary in the future. This report aims to stimulate and raise awareness of this discussion, making the gender struggle from the right more transparent and preventing it from strengthening neoconservative and antifeminist thinking. [Mit KI übersetzt]
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