Archivgut
Akte
Bestand: Marianne-Weber-Institut
in:
Aktenbestand: Marianne-Weber-Institut
1860 - 2020
,
ca. 5 Regalmeter
Weitere Informationen
| Einrichtung: | Archiv der deutschen Frauenbewegung | Kassel |
|---|---|
| In: | Aktenbestand: Marianne-Weber-Institut |
| Bestell-Signatur: | NL-K-47 |
| Jahr: | 1860 - 2020 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
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Körperschaftsdaten: Das Marianne-Weber-Institut (MWI) wurde am 20.09.1992 in Oerlinghausen - anlässlich des 99sten Hochzeitstages von Marianne (1870-1954) und Max (1864-1920) Weber - auf Initiative des Bielefelder Soziologie-Professors Richard Grathoff (1934-2013) gegründet. Der Verein nannte sich nach Marianne Weber, die sich in der deutschen Frauenbewegung engagierte und kurzzeitig in der Politik aktiv war. Zudem betätigte sie sich als Wissenschaftlerin, Schriftstellerin sowie Herausgeberin des Nachlasses ihres Mannes. Weber führte ihr Leben lang intensiven Briefverkehr mit zahlreichen einflussreichen Persönlichkeiten ihrer Zeit. Das MWI widmente sich der Erforschung des Lebensumfelds der Familie Weber, aber auch der Förderung von Wissenschaft und Kultur in der Region Lippe. Der Verein organisierte Tagungen und Veranstaltungen vorwiegend zu soziologischen und lokalen Themen und bemühte sich um die Förderung junger WissenschaftlerInnen und den Kontakt zu Forschenden in Osteuropa. Eine große Zahl Briefe und Unterlagen der Familie Weber befanden sich im Besitz des MWI, wodurch der Verein eine intensive Forschungsarbeit aufbauen konnte. Ein umfangreiches Projekt war die Herausgabe des Buches "Frauen auf der Flucht. Aus dem Nachlass von Max und Marianne Weber" im Jahr 2005, in dem die Fluchterlebnisse von Frauen während des Zweiten Weltkrieges in autobiographischen Berichten dargestellt wurden. Für einige Jahre war das MWI im Besitz des Nachlasses der Kunstbuchbinderin Ruth Florsheim (1900-1998). Dieser Nachlass wurde vom MWI an das Stadtarchiv Dortmund übergeben. Im Jahr 2020 löste sich das MWI auf. Bestandsbeschreibung: Der Bestand des MWI kam 2019 ins AddF. Er enthält neben den Unterlagen des MWI auch Unterlagen der Familie Weber. Darunter finden sich Originale, aber auch Kopien und Abschriften von Korrespondenz von Marianne und Max Weber. Obwohl der Großteil der Originale von den Nachfahren des Ehepaars Weber an die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) übergeben wurde (Weber Nachlass, Depot Weber-Schäfer), befanden sich dennoch zahlreiche Originale im Bestand des MWI. Zudem sind historische Fotos der Familie Weber bzw. Abzüge von solchen überliefert. Die Unterlagen des Marianne-Weber-Instituts bestehen aus Verwaltungs- sowie Projektunterlagen. Zudem finden sich hier zahlreiche Forschungsmaterialien zur gesamten Familie Weber. Im Rahmen des vom Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) geförderten Projektes "Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut" wurde der Bestand im Jahr 2024 bewertet, zum Teil sortiert, archivtechnisch bearbeitet und erschlossen. Nutzungsbedingungen: Das Archivgut, das im Archiv der deutschen Frauenbewegung verwahrt wird, kann 30 Jahre nach Schließung der Unterlagen benutzt werden, soweit dem nicht gesetzliche Vorschriften entgegenstehen. Die Sperrfristen können unter bestimmten Bedingungen auf Antrag verkürzt werden. Siehe hierzu: Benutzungsordnung des AddF. |
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Tektonik
Klassifikation Aktenbestaende
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