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Einrichtung: gesis
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Verfasst von: Durdyeva, Maral
In:
Jahr: 2017
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Die Situation der Frauen in Turkmenistan war im Laufe der letzten 100 Jahre großen Veränderungen unterworfen. Ihrer vom Gewohnheitsrecht und Schariat bestimmten schlechten Stellung in vorsowjetischen Zeiten folgte die von Moskau initiierte Emanzipation der Frau, die seit der Unabhängigkeit des Landes unter Berufung auf "alte Traditionen" wieder zurückgedrängt wird. Dies war deshalb leicht möglich, weil die Veränderungen der Sowjetzeit oft nur formal waren, auf informeller Ebene und in der Realität die Stellung der Frauen schlechter als die der Männer blieb. Ursache dafür war, dass, anders als vielen westlichen Ländern, die Forderung nach Gleichberechtigung nie von unten, von den Betroffenen selber, kam, sondern als Erfüllung von Planvorgaben von oben verordnet wurde. Genauso definiert heute das politische Regime die kulturelle Identität des Landes und damit auch die Stellung der Turkmeninnen. Eine wirkliche Gleichberechtigung ist nur zu erwarten, wenn sie aus der Gesellschaft selber kommen wird.
Anmerkung:
begutachtet
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Standort

gesis