Buch
Graue Literatur
Die "Attraktivität" neofaschistischer Gruppierungen für Mädchen und junge Frauen
Verfasst von:
Hartwig, Tanja
Bielefeld:
Selbstverlag
,
1990
,
90 S.
Weitere Informationen
| Einrichtung: | FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken |
|---|---|
| Signatur: | RS-GR-5 |
| Verfasst von: | Hartwig, Tanja |
| Jahr: | 1990 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Die Autorin untersucht die Frage, ob Mädchen neofaschistische Gruppen attraktiv finden. Neben der Darstellung verschiedener neofaschistischer Gruppierungen unter besonderer Berücksichtigung des jeweiligen Frauenbildes geht sie auf die Faschismustheorie von Wilhelm Reich und auf die Studie von Wilhelm Heitmeyer über "Rechtsextremistische Orientierungen von Jugendlichen" ein. Ihre Ausgangsthese, daß neofaschistische Gruppierungen aufgrund ihrer autoritären, militanten, männlich dominierten und frauenfeindlichen Struktur selten attraktiv sind für Mädchen und junge Frauen, findet Tanja Hartwig am Ende ihrer Analysen bestätigt. Daran anknüpfend fordert sie eine emazipatorische Erziehung für Jungen und Mädchen. "Diese offensichtliche Immunität von jungen Frauen gegenüber neofaschistischen Ideologien kann aber nicht als Argument herhalten, die Sozialisation von Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft als hinnehmbar wahrzunehmen. Frauen müssen lernen, ihre Bedürfnisse zu formulieren und durchzusetzen, auch gegen die Interessen von Jungen und Männern. ... Emanzipatorische Erziehung heißt: Auflösen von stereotypen Zuschreibungen der Geschlechterrollen. Mädchen und Jungen müssen eine Erweiterung ihrer Handlungsmöglichkeiten erfahren und "männliche" wie "weibliche" Attribute für sich übernehmen können." | |
| Anmerkung: | |
| 10 S. Lit.verz. | |
| Gesamten Bestand von FrauenGenderBibliothek Saar anzeigen | |