Archivgut Nachlass

Franziska B. NL 267

1838 bis 1994

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: 1838 bis 1994
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Klausen-Leopoldsdorf in Niederösterreich, Mariazell in der Steiermark, Wien u.a.

Quellentypen: 3 amtliche Dokumente; Dokumente zur Berufslaufbahn: 3 Dienstzeugnisse; autobiografische Aufzeichnungen: 1 Text (123 Seiten), 1 Familienchronlogie (4 Seiten); 16 Fotografien

Zum Bestand: Schreiberin: Franziska B. (geb. K.); geb. 1903 in Klausen-Leopoldsdorf in Niederösterreich, gest. 1998 in Wien

Übergeberin: Karoline K. (Ehefrau des Großneffen von Franziska B.), 2019



Franziska (Fanny) B. (geb. K.) ist mit 5 Schwestern, einem Bruder sowie auch Nichten und Neffen als jüngstes Kind einer Taglöhner:innenfamilie in Niederösterreich aufgewachsen. Ihre Eltern Maria K. (geb. P.) und Josef K. (geb. 1838) starben knapp hintereinander um die Zeit von 1918/1919.

Seit ihrem 14. Lebensjahr arbeitete Franziska B. als Dienstmädchen. Sie finanzierte sich selbst den Besuch einer Kochschule und war daraufhin bis zu ihrer Pensionierung bei verschiedenen Familien als Köchin und Wirtschafterin beschäftigt. Unter anderem hatte sie eine Stelle bei der Fabrikant:innenfamilie H. in Wien. Aus 1937 und 1938 liegen 3 Dienstzeugnisse vor, von einem Mitglied der Familie H. hat Franziska B. eine Portraitfotografie aufbewahrt.

1957 heiratete Franziska B. Josef B. (1901-1963), die Trauung fand in der der steirischen Wallfahrtskirche Mariazell statt. Neben der Heiratsurkunde sind an amtlichen Dokumenten ein Staatsbürgerschaftsnachweis von Franziska B. aus 1963 sowie die 1944 neu ausgestellte Geburtsurkunde von ihrem Vater Josef K. vorhanden.

Im Winter 1969/1970 hat Franziska B. damit begonnen, ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Sie verwendete dazu ein kleinformatiges Buch, das sie schließlich auf 123 Seiten voll beschrieben hat. Ab 1972 bis 1987 sind die Einträge dabei als Jahresrückblicke verfasst. Zudem sind zwei mit Jänner 1991 datierte Seiten lose eingelegt: „nachdem ich kaum mehr ein neues Buch brauchen werde lege ich lose Blätter bei […]“ (17. Jänner 1991).

Den Fließtext ihrer Erzählungen hat Franziska B. auf den rechten Seiten des Buches geschrieben. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit ihrer Berufstätigkeit. Die späteren Einträge handeln auch von ihrem gesundheitlichen Zustand oder dem „Weltgeschehen“.

Auf den linken Seiten des Buches sind Lebensdaten von Familienmitgliedern und Daten von Ereignissen wie Krankenhausaufenthalte oder Urlaube festgehalten. Die Seiten sind tw. mit Ziermarken gestaltet.

Mit ihrer zwei Jahre jüngeren Nichte Maria Reschreiter verband Franziska B. zeitlebens ein enges Verhältnis. Als Maria Reschreiter 1994 verstarb, übersiedelte Franziska B. in ein Pflegeheim. Der Tod ihrer Nichte veranlasste sie auch dazu, eine handschriftliche Familienchronologie zu verfassen. Als Zweck der 4-seitigen Aufzeichnungen benannte sie „meinen letzten Nichten und Neffen die noch Leben [zu] erzählen wie die Große Familie K. zustande kam […]“. Der dargestellte Zeitraum umfasst dabei die Spanne von 1838 bis 1994.

Ein weiterer Teil der Hinterlassenschaft von Franziska B. sind 16 Fotografien. Diese wurden zwischen den 1900er- und 1990er-Jahren aufgenommen. Eine Gruppenfotografie von mehreren Frauen und Kindern im Innenhof eines städtischen Mietshauses wurde (vermutlich in Wien) um 1900 aufgenommen. Die anderen Motive sind hauptsächlich Mitglieder der Familien Reschreiter, B. und B. auf Bauernhöfen oder auch beim Baden.

Anmerkung:
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Standort

Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
1010 Wien
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