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"Happy Points" ohne Transformation : Migration und Diversität in den Curricula deutscher Sozialarbeitsstudiengänge
Verfasst von:
Rass-Turgut, Seda
in:
2026
,
Band:
35
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Weitere Informationen
| Einrichtung: | gesis |
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| Link: | Volltext |
| Verfasst von: | Rass-Turgut, Seda |
| In: | |
| Jahr: | 2026 |
| Band: | 35 |
| ISSN: | 2196-1646 |
| Sprache: | Nicht einzuordnen |
| Beschreibung: | |
| Die vorliegende Studie untersucht mittels computergestützter Textanalyse die curriculare Verankerung von Migration und Diversität in 87 deutschen Sozialarbeits-Studiengängen. Die Analyse dokumentiert systematische Diskrepanzen zwischen institutioneller Rhetorik und struktureller Implementation. Während Diversitätsbegriffe in allen untersuchten Modulhandbüchern präsent sind, zeigt sich eine extreme institutionelle Varianz: Die Häufigkeit reicht von 3 bis 1318 Nennungen pro Institution. Die semantische Netzwerkanalyse offenbart charakteristische Muster: "Inklusion" dominiert mit 33,8% aller Nennungen, während machtanalytische Begriffe wie "Rassismus" (10,2%) und "Intersektionalität" (4,2%) marginalisiert bleiben. Die Konzentration dieser Begriffe in Wahlmodulen bei gleichzeitiger Absenz in Pflichtmodulen konstruiert Diversität als peripheres Zusatzwissen statt als fundamentale professionelle Kompetenz. Zwei leitfadengestützte Interviews mit Professorinnen kontextualisieren die quantitativen Befunde und dokumentieren die Akteurs- und Institutionenabhängigkeit dieser curricularen Marginalisierung. Die Befunde bestätigen Sara Ahmeds These der Non-Performativität institutioneller Diversitätspolitik empirisch und zeigen, wie Diversität zum "happy point" wird: einem symbolischen Bekenntnis, das als Endpunkt statt als Ausgangspunkt institutioneller Transformation fungiert. | |
| Anmerkung: | |
| begutachtet (peer reviewed) peer reviewed | |
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